Unter dem Blutzucker versteht man die Höhe des Glucose-Anteils im Blut, ein wichtiger Energielieferant des Körpers. Die roten Blutkörperchen und das Nierenmark sind auf Glucose zur Energiegewinnung angewiesen. Der Blutzuckerwert ist ein wichtiger Messwert. Unterzucker kann zu verminderter Hirnleistung, Krampfanfällen und vermehrter Adrenalinausschüttung führen. Ist der Blutzuckerwert dauerhaft erhöht, kann eine Diabetes vorliegen.
Ein regelmäßige Kontrolle des Blutzuckerwertes ist für die Früherkennung von Diabetes wichtig. Nach Mahlzeiten, insbesondere bei zucker- und stärkehaltigen Speisen und Getränke, erhöht sich der Wert.

Abbildung: Veränderung des Referenzwertes für Blutzucker in Abhängigkeit des Zeitabstandes zur letzten Mahlzeit.
Erst nach etwa 2 Stunden nach der letzten Mahlzeit werden Nüchternwerte wieder erreicht.
Zur Bestimmung des Blutzuckerwertes sind optische Messverfahren, die Farbänderungen durch chemische Reaktionen des Blutes auswerten, verbreitet. Die Maßeinheit hierfür ist jeweils mmol/l oder mg/dl (veraltet).
Werte über 5,5 mmol/l (bzw. über 100 mg/dl) lassen auf eine gestörte Glucosetoleranz schließen. Bestätigen sich diese Wertebei Wiederholungsmessungen im nüchternen Zustand, ist eine ärztliche Abklärung notwendig (vgl. Übersicht der im GMON verwendeten Bewertungsbereiche).
Übersicht der im GMON verwendeten Bewertungsbereiche