Der Begriff Gesundheitsmonitor verknüpft zwei Begriffe: Gesundheit und Monitor.
Gesundheit wurde durch die Weltgesundheitsbehörde WHO (<engl.> World Health Organisation) der UNO 1948 unter dem Schock des Zweiten Weltkrieges definiert als
„... der Zustand des vollständigen körperlichen, geistigen und sozialen Wohlbefindens und nicht nur das Freisein von Krankheit und Gebrechen.
Sich des bestmöglichen Gesundheitszustandes zu erfreuen, ist eines der Grundrechte jedes Menschen, ohne Unterschied der Rasse, der Religion, der politischen Überzeugung, der wirtschaftlichen oder der sozialen Stellung."
Dieser hohe Anspruch beschreibt einen Idealzustand, da jedes Individium ständigen exogenen (äußeren) oder endogenen (inneren) Einflüssen ausgesetzt ist, die seine Homöostase stören. Er weist aber zugleich auf die politische und gesellschaftliche Verantwortung zur Erfüllung dieser Ideale hin.
Aus diesen Forderungen der WHO entwickelte sich ein Denk- und Diskussionsprozess, der seinen vorläufigen Höhepunkt 1978 mit der Erklärung von Alma Ata fand [WHO 1978b]:
"Gesundheit, ein Zustand vollständigen körperlichen, seelischen und sozialen Wohlbefindens und nicht nur die Abwesenheit von Krankheit, ist ein fundamentales Menschenrecht.
Das Erreichen des höchstmöglichen Niveaus von Gesundheit ist eines der wichtigsten sozialen Ziele weltweit, dessen Realisierung den Einsatz von vielen anderen sozialen und wirtschaftlichen Sektoren und nicht allein des Gesundheitswesens erfordert."
Der Gesundheitsbegriff beruht nun auf dem Konzept der „Primären Gesundheitspflege" (Primary Health Care, PHC), das folgende Grundsätze umfasst [WHO 1978a]:
Diese Grundsätze wurden in der Folgezeit auf internationaler und nationaler Ebene untersetzt und auf die jeweiligen lokalen Bedingungen zugeschnitten.
Der Begriff Monitor kommt aus dem Lateinischen (<lat.> monito - Erinnerung) und bedeutet soviel wie Erinnerer, Mahner, Warner. Gebräuchlicher ist das Wort heute als Synonym für Bildschirm im Sinne von Überwachen oder Beobachten (<engl.> monitor – abhören, überwachen).
Und genau diese Kombination von Gesundheit und Monitor ist mit GMON gemeint: Durch regelmäßiges Überwachen von gesundheitsrelevanten Informationen rechtzeitig für Gesundheitsrisiken sensibilisieren und an die Notwendigkeit für gesundheitsfördernde Maßnahmen erinnern.