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GKS – Prüfung der Körperhaltung

Das Zusammenspiel unserer Muskeln, Gelenke und Rezeptoren bestimmt unsere Haltung. Eine zentrale und symmetrische Körperhaltung ist Voraussetzung für die gleichmäßige Belastung unseres Bewegungsapparates. Eng verbunden damit ist die überaus komplexe Gleichgewichtsregulation, um diese Körperhaltung unter den vielfältigen Bewegungsmustern zu halten. Unter Koordination verstehen man die Fähigkeit, die Kontrolle unserer Haltung und die Regulation unserer Gleichgewichtslage mit den Bewegungsabsichten in Übereinstimmung zu bringen.

Das GKS (Gleichgewichts-Koordination-System) ermöglicht eine qualifizierte und quantifizierte Überprüfung von Haltung und Gleichgewicht. Es besteht aus einer Messplattform, die kleinste Schwankungen des Körperschwerpunktes aufzeichnet und daraus Kenngrößen zur Haltungsbewertung errechnet.

Die mittlere Schwankung des Körperschwerpunktes (in mm), die durchschnittliche Geschwindigkeit dieser Schwankung (in mm/s) und die dabei vom Körperschwerpunkt überstrichene Fläche (in cm²) beschreiben die Fähigkeit, den Körper während des Testzeitraumes stabil zu halten.

Für den Test stehen drei verschiedene Programme zur Verfügung:

Statische Haltungskontrolle: Während 30 sec steht man auf der fest aufliegenden oder beweglich aufgehangenen Messplattform. Man startet mit einer Position, bei der sich der Körperschwerpunkt mittig über der Plattform befindet. Über die Veränderungen der Lage des Körperschwerpunktes offenbaren sich Fehlhaltung unmittelbar, da hierbei die Ausgangsposition ohne ein sichtbares Feedback nicht gehalten wird.

Kommt es zu Störungen der Haltungssymmetrie, führt das zu Fehlbelastungen und damit zu einseitigen Verschleißerscheinungen von Bändern, Sehnen und Gelenken.

Dynamischer Romberg-Test: Der Test zur Haltungskontrolle wird mit offenen und geschlossenen Augen ausgeführt. Die Unterschiede in den Kenngrößen beider Testausführungen charakterisieren die Fähigkeit des Gleichgewichtsorgans, die fehlende visuelle Koordination zu kompensieren.

Eine beeinträchtigte Gleichgewichtsregulation erhöht nicht nur die Sturzgefahr, sondern kann Bewegungsarmut und damit eine Beschleunigung der Alterungsprozesse bewirken.

Gleichgewichtsreaktionskontrolle: Die Fähigkeit, die Haltungskontrolle und die Regulation der Gleichgewichtslage mit den Bewegungsabsichten in Übereinstimmung zu bringen, wird getestet, indem die Messplattform in leichte Bewegung versetzt wird, die intuitiv durch Änderung der Körerhaltung ausgeglichen wird.

Eine ungenügende Fähigkeit, auf unerwartete Gleichgewichtsbeeinflussungen zu reagieren, führt zu Unsicherheiten und damit zu Bewegungseinschränkungen im Alltag.

Die Testergebnisse werden anhand der Ergebnisse einer Referenzgruppe bewertet, die in einer Studie bei IMM proagil GmbH (Zentrum für medizinische Fitness und Reha) erstellt wurden und in der Übersicht der im GMON verwendeten Bewertungsbereiche angegeben sind.

Siehe auch:

Übersicht der im GMON verwendeten Bewertungsbereiche


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