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Körperfett

Der Körperfettanteil (<engl.> body fat percentage) ist der Anteil von Körperfett im Verhältnis zum gesamten Körpergewicht und wird im Allgemeinen in Prozent (%) angegeben.

Fette sind allgemein wasserunlösliche, in organischen Lösungsmitteln lösliche organische Verbindungen. Sie sind für den gesunden Körper unentbehrlich. Körperfett schützt Organe, polstert Gelenke, regelt die Temperatur, speichert die Vitamine und dient dem Körper als Energiespeicher.

Um die individuellen Bemühungen des präventiven Verhaltens zu unterstützen, können für diesen Parameter Zielgrößen festgelegt werden.

Zu viel Körperfett kann zu gesundheitlichen Beeinträchtigungen wie Bluthochdruck, Herzerkrankungen und Diabetes führen! Fettleibigkeit – also Werte weit über dem gesunden Körperfettbereich hinaus – führen ein überaus hohes Risiko für die mit Adipositas in Verbindung gebrachten Gesundheitsprobleme mit sich.

In klinischen Studien wurden Richtwerte für günstige Bereiche des Körperfettanteils ermittelt ([Gallgaher et al. 2000], [Jebb et al. 2004]). Diese sind geschlechts- und altersspezifisch. Es wurden aber auch regionale Unterschiede festgestellt [Sakamoto et al. 2003], [Miyama et al. 2004], so dass im asiatischen Raum eine andere Bewertung des Körperfetts zu wählen ist. Im Allgemeinen wird empfohlen:

  günstiger Körperfettanteil günstiger Körperfettanteil (asiatische Bewertung)
Frauen etwa 21% bis 36% etwa 21% bis 37%
Mädchen (7 – 17 Jahre) etwa 15% bis 30% etwa 8% bis 36%
Männer etwa 8% bis 25% etwa 11% bis 25%
Jungen (7 – 17 Jahre) etwa 9% bis 23% etwa 7% bis 26%

In der Übersicht der im GMON verwendeten Bewertungsbereiche werden die Angaben detailliert nach Frauen, Männer sowie Kinder und Jugendliche aufgeschlüsselt.

Fette sind in vielen Nahrungsmitteln ein wesentlicher Geschmacksträger. Das ist auch ein Grund, weshalb sie gerne verzehrt werden. Wird mit der Nahrung jedoch zuviel Fett aufgenommen, d.h. mehr als der Energiebedarf des Körpers es verlangt, so wird es im Körper in großer Menge als Visceralfett gespeichert. Dieses aktive Fett kann die gesamten Stoffwechselaktivitäten irritieren und somit nimmt das Gesundheitsrisiko durch Körperfett zu. Aber auch sehr niedriger Körperfettanteil (für untrainierte Erwachsene unter 10 %) birgt Gesundheitsgefahren – allerdings sind bei einem athletischen Körperbau Werte bis unter 5 % zu beobachten.

Für Verzehr von Fetten unterscheidet man Fette mit gesättigten Fettsäuren sowie mit einfach und mehrfach ungesättigten Fettsäuren. Von Ernährungswissenschaftlern wird empfohlen, dass der Anteil an gesättigten Fettsäuren nicht mehr als 33 % des insgesamt aufgenommen Nahrungsfettes sein sollte, der größere Anteil sollte also aus ein- oder mehrfach gesättigten Fettsäuren bestehen.

Bei der Anlagerung von Körperfett unterscheidet man Weißes und braunes Fettgewebe.

Siehe auch:

Übersicht der im GMON verwendeten Bewertungsbereiche

Übersicht der im GMON verwendeten asiatischen Bewertungsbereiche

Gesundheitsrisiko durch Körperfett

Weißes und braunes Fettgewebe


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