Aussagen zum Körperbau und dem daraus entstehenden Gesundheitsrisiko lassen sich bereits aus einfachen Messungen ableiten: Aus der Körpergröße und dem Körpergewicht erhält man den BMI (Body-Mass-Index) als recht guten Indikator für Übergewicht. Sofern es sich nicht um einen athletisch gebauten Körper handelt, bei dem die Muskelmasse besonders hoch ist, lässt sich so ein erster Rückschluss auf die Körperfettmasse ziehen.
Die zusätzliche Messung des Taillen- und des Hüftumfanges gestattet es, eine differenziertere Aussage zur Körperfettverteilung zu ermitteln. Bereits visuell kann man eine Einschätzung der Körperfettverteilung vornehmen: Ist der Bauchumfang (Taille) deutlich größer als der Hüftumfang, dann spricht man von einem „Apfeltyp", im Gegensatz zum „Birnentyp", bei dem der Hüftumfang den der Taille übersteigt. Die Kenngröße dafür ist der THI (Taille-Hüft-Index). Übergewichtige Personen vom „Apfeltyp" haben zum Beispiel eine Risikoerhöhung durch Übergewicht und Körperfett gegenüber solchen mit „Birnentyp", da eine erhöhte Masse an Visceralfett anzunehmen ist.

Abbildung: Zusammenhang zwischen Körpermaßen und Körperfettrisiko
Um die individuellen Bemühungen des präventiven Verhaltens zu unterstützen, können für die Parameter Körpergewicht, BMI, THI, Taillen- und Hüftumfang sowie Körperfettanteil Zielgrößen festgelegt werden.
Die Erhebung von BMI und THI ist, gemessen an Aufwand und Krankheitsbedeutung, allen anderen Größen bei weitem überlegen.
Als Ergänzung der Körpermaße ist das Messen des Oberschenkelumfanges üblich, womit zusätzlich subkutanes Fettgewebe charakterisiert werden kann.
Risikoerhöhung durch Übergewicht und Körperfett