Der Gesamtkörperwasseranteil ( <engl.> total body water TBW) ist der Gesamtanteil von Flüssigkeit im menschlichen Körper und wird im Allgemeinen in Prozent (%) angegeben.
Jeder Mensch sollte 2 bis 3 Liter Wasser täglich zu sich nehmen. Bei ausreichendem Körperwasseranteil können sich die Körperzellen besser regenerieren und „altern" langsamer. Das Blut bleibt flüssiger, was Blutgefäße und das Herz entlastet und damit auch die Gefahr von Infarkten mindert. Alle Organe – sogar die Bandscheiben – profitieren von einer optimalen Hydrierung. Selbst optisch macht sich eine gute Feuchtigkeitsversorgung bemerkbar: die Haut ist praller und bleibt länger glatt und jung.
Es ist allgemein bekannt, dass im Allgemeinen in allen Altersstufen zu wenig getrunken wird. Vor allem ältere Menschen leiden oft unter Dehydrierung mit massiven Folgen: nachlassende Gedächtnisleistung, Verdickung des Blutes mit erhöhtem Risiko zu Herz- und Kreislaufproblemen. Aber auch der junge Gesunde verspürt bei niedrigem Körperwasseranteil Vitalitätseinschränkungen.
Das Körperwasser ist auf zwei Flüssigkeitssysteme verteilt:
Beim gesunden Menschen besteht ein ausgeglichenes Verhältnis zwischen Wasserzufuhr und -scheidung. Die Flüssigkeitszufuhr erfolgt durch Getränke und Nahrung. Die Wasserabgabe erfolgt über Nieren, Haut (Schweiß), Atmung und Darm. Die wichtigste Rolle bei der Wasserausscheidung spielen die Nieren, die nicht nur durch Wasserabgabe und dessen Retention das Flüssigkeitsgleichgewicht aufrechterhalten, sondern darüber hinaus durch Elektrolytausscheidung bzw. -retention noch indirekt auf den Wasserhaushalt einwirken.
Der Körperwasseranteil kann im Laufe eines Tages sehr schwanken, vielfältige Einflüsse wie Mahlzeiten, Alkoholgenuss, sportliche Bewegung oder Krankheiten können den Anteil verändern. Die einmalige Aufnahme einer großen Wassermenge ändert aber auch nicht sofort messbar den Wert, es kann sich sogar aufgrund der kurzzeitigen Gewichtszunahme der Körperfettanteil scheinbar erhöhen. Nur die langfristige Beobachtung des Körperwasseranteiles gibt Auskunft über die Körperzusammensetzung.
Als Richtwerte für den Körperwasseranteil wird nach WHO empfohlen:
| günstiger Körperwasseranteil | |
| Frauen | etwa 50 % bis 55 % |
| Männer | etwa 60 % bis 65 % |
| Kinder | etwa 65% bis 75 % |
In der Übersicht der im GMON verwendeten Bewertungsbereiche werden trotz der Gesundheitsgefahren bei ungünstigen Körperwasseranteil keine kritischen Bereiche festgelegt, da eine enge Wechselwirkung mit dem Körperfettanteil besteht und so nur eine Gesamtbetrachtung sinnvoll erscheint.
Beachte: Der Gesamtanteil an Körperwasser nimmt ab, wenn der Körperfettanteil zunimmt bzw. er nimmt zu, wenn der Körperfettanteil abnimmt.
Menschen mit hohem Körperfettanteil können durchschnittlich den empfohlenen Prozentsatz an Körperwasser unterschreiten. Bei Abnahme von Körperfett ist darauf zu achten, dass sich der Gesamtprozentsatz an Körperwasser allmählich an die angegebene günstigen Bereich annähert.
Übersicht der im GMON verwendeten Bewertungsbereiche