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PWC-Test

Mit dem PWC-Test (Physical Working Capacity) wird die körperliche Leistungsfähigkeit, besonders des Herz-Kreislauf-Systems, bewertet. Dafür beobachtet man in einem klar definierten Belastungstest die Veränderung der physiologischen Werte (Puls, Blutdruck) und misst die Leistung, bei der ein Vorgabewert überschritten wird. Relativiert man die Leistung [in Watt] auf das Körpergewicht [in kg], erhält man PWC-Wert für die Leistungsbewertung:

PWC-Wert [Watt/kg] = (Leistung in Watt) /(Körpergewicht in kg)

Der PWC-Wert liefert nur eine Schätzung für die Leistungsfähigkeit und erreicht nicht die Genauigkeit von aufwendigen Messverfahren aus dem Leistungs- und Hochleistungssport. Für die Anforderungen im Fitnessbereich hat sich aber die Fahrradergometrie im Sitzen (Ergometrie, vergl. [Trappe et al. 2000]) etabliert, weil sie mit geringem Aufwand und universeller Einsetzbarkeit bereits zu aussagekräftigen Ergebnissen kommt. Dabei sind die Belastungsschemata nach WHO oder BAL weit verbreitet. Die Trittfrequenz sollte zwischen 60 und 80 Umdrehungen in der Minute liegen.

Ein niedriger PWC-Wert sollte motivieren, durch ein Aufbautraining die allgemeine körperliche Leistungsfähigkeit zu erhöhen. Dafür ist unbedingt eine fachmännische Beratung für individuell abgestimmte Trainingsempfehlungen notwendig. Nach etwa 8 bis 10 Wochen ist der Test zu wiederholen, um den Trainingseffekt zu kontrollieren.

Grundsätzlich lässt sich ein fahrradergometrische Test bis zur maximalen oder submaximalen Erschöpfung durchführen. Zur Vermeidung derart extremer körperlicher Belastungen haben sich 3 Varianten des PWC-Tests bewährt: Die Steigerung der Belastung wird abgebrochen, wenn in einer Belastungsstufe eine der folgende Zielpulsfrequenzen (Testart) überschritten wird:

Gewertet wird die Pulsfrequenz am Ende der letzten Belastungsstufe. Die Einschätzung der Leistungsfähigkeit ist geschlechtsspezifisch. Für weibliche Personen sind Werte von 2,5 (PWC 130) bis 3,4 (PWC 170) und für männliche Personen von 2,9 (PWC 130) bis 4,0 (PWC 170) optimal. Die in der Übersicht der im GMON verwendeten Bewertungsbereiche basieren auf [Stemper 1988].

Siehe auch:

Belastungsschemata nach WHO oder BAL

Übersicht der im GMON verwendeten Bewertungsbereiche


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